Frühe Lernförderung

Viele Kinder entwickeln bereits kurz nach der Einschulung besondere Schwierigkeiten im Erwerb des Lesens, Rechtschreibens und/oder Rechnens. Schon vor dem Eintritt in die Grundschule verfügen Kinder über spezifische Vorläuferfähigkeiten (u.a. die phonologische Bewusstheit), für eine gelingende Schriftsprachentwicklung.

Zeigen sich also bereits vor dem Schuleintritt oder auch kurz danach Schwierigkeiten bei diesen Vorläuferfähigkeiten oder auch direkt beim Schriftspracherwerb, kann eine „Frühe Lernförderung“ sinnvoll sein, um eine sich entwickelnde Lese-Rechtschreibschwäche aufzufangen.

In der Regel wird eine Lese-Rechtschreibstörung (LRS) erst in der 3. oder 4. Klasse festgestellt. Schwierigkeiten beim Lernen bestehen aber oft schon vorher und haben sich dann  häufig bereits manifestiert. Die Kinder haben dann  schon vielfältige Frustrationserfahrungen in der Schule erlebt und erfahren die Schule als wenig freudvoll.

Eine früh anstehende Lernförderung kann die Kinder bereits von Anfang an unterstützen und als motivierender Faktor, diese Frustrationserlebnisse mildern und weitere emotionale und soziale Folgestörungen verhindern.

Frühzeitiges Erkennen von Lern- und Entwicklungsauffälligkeiten ist daher von fundamentaler Bedeutung!

Eine frühe Lernförderung ist individuell auf das jeweilige Kind zugeschnitten und beinhaltet folgende Bereiche:

  • Eingangsgespräch mit den Elterngespräche
  • Diagnostische Phase zur Erstellung eines Förderplans / Therapieplans
  • Auswertungsgespräch mit den Elterngespräche

Therapie- und Förderinhalte sind:

  • die Förderung der Vorläuferfähigkeiten für den Schriftspracherwerb in den Bereichen:
  • Sensomotorische Fähigkeiten (Tonusregulation, Visomotorik, Raum-Lage-Wahrnehmung, motorische Koordination, Fein- und Graphomotorik)
  • die Förderung der sprachlichen Fähigkeiten (Aussprache, Grammatik, Wortschatz,
  • Erzählfähigkeiten, phonologische Bewusstheit)
  • Schriftsprachliche Fähigkeiten (die Laut-Buchstaben-Zuordnung, das Erkennen von Anlauten, Auslauten, das Zusammenschleifen von Buchstaben u.v.m.)
  • die Stärkung eines positiven Selbstwertgefühls
  • die Steigerung der Konzentrations- und Aufmerksamkeitsspanne
  • die Merkfähigkeit
  • die Beratung der Eltern und die Kooperation mit Lehrern / Erziehern